Schmerzen bei Gürtelrose / Gesichtsrose

Gürtelrose wird durch das Varicella Zoster Virus verursacht. Bei Personen, welche Windpocken durchgemacht haben, kann das Virus in den Nerven überleben und bei geschwächter Immunabwehr Nervenentzündung führen.

Der Name Gürtelrose leitet sich von der gürtelförmigen Ausbreitung entlang den Nerven im Brust- und Bauchbereich ab. Im Gesichtsbereich verläuft die Erkrankung meist entlang den Ästen des Trigeminusnervs, hier wird sie als Gesichtsrose bezeichnet.

Die Erkrankung muss unmittelbar nach Auftreten des typischen Hautausschlags mit virushemmenden Medikamenten behandelt werden.

Durch Entzündung und Durchblutungsstörungen können heftige Schmerzen verursacht werden. Falls notwendig müssen Schmerzmittel, allenfalls sogar Opiate verordnet werden.

Die Infiltration von Depot-Kortison an die betroffenen Nerven kann die Entwicklung chronischer Schmerzzustände möglicherweise verhindern, wenn die Behandlung in den ersten Wochen der Erkrankung vorgenommen wird.

Nach 2-3 Monaten sind die Nerven meist so stark geschädigt dass die Kortisoninstillation oft nicht mehr genügend wirksam ist.

Im chronischen Stadium der Erkrankung die Behandlung mit gepulster Radiofrequenz versucht werden, aber auch hier ist das Ergebnis ungewiss.

 

Bei chronischen Schmerzzuständen muss eine kombinierte medikamentöse Dauerbehandlung eingeleitet werden.